Trainer C #teambufdi

Trainer C-Ausbildung Leistungssport BFD 20.11. bis 01.12.2017

Wie schon in den vorherigen Jahren, absolvierten die Bundesfreiwilligendienstleistenden der Deutschen Ruderjugend ihre Trainer C-Ausbildung in der Ruderakademie in Ratzeburg. Die Freude über das Wiedersehen, als die BFDler aus ganz Deutschland nach stundenlanger Fahrt in Ratzeburg ankamen, war groß.

Mit viel Elan ging es dann am Montag unter der königlichen Leitung von Andreas mit leichter Verspätung, aufgrund von Zugausfällen, los. Die erste Einheit war für einige Teilnehmer bereits der lange Fußweg vom Bahnhof zur Ruderakademie in der Ratzeburger Stadtmitte. Bei diesem Lauf wurde die These gefestigt, dass Ruderer nicht fürs Laufen ausgelegt sind. Der Wunsch nach einem Motorboottransfer konnte trotz der starken Bemühungen nicht umgesetzt werden. Alle waren sehr gespannt, wie die Zeit hier mit so vielen Gleichgesinnten werden würde. An fast allen Tagen standen neben den theoretischen Inhalten auch praktische Übungen an, die in der Halle, dem Seminarraum und einmalig auch in der Werkstatt stattfanden. Generell war es ein vielseitiger Lehrgang, auf dem nahezu alle Aspekte des Leistungssportes sowie des Breitensportes angerissen wurden. Augenscheinlich leisteten einige BFDler auf diesem Lehrgang mehr körperliche Betätigung als im gesamten Jahr zuvor.

Noch am Montag erfuhren wir, welche Anforderungen mit den unterschiedlichen Zielgruppen im Verein einhergehen. Am Dienstag begann die begnadete Hamburger Bootsbauerin Cheyenne mit der Fertigung ihrer Boote in Ratzeburg, wie Lasse Heß in seinem Morgen-Journal berichtete. Nach dem Vortrag von Antje Zellmer über Ernährung am Dienstag war die Freude über das sportlergerechte und leckere Mittagessen gleich viel größer. Am selben Tag folgte dann auch schon die Vergabe der zielgruppenorientierten Praxisaufgaben, die aus der Planung einer Hallenstunde bestanden und als eine Art Gruppenprüfung angesehen werden konnten. In diesen frei gebildeten Gruppen legten wir außerdem eine theoretische Prüfung ab und erhielten kleinere Aufgaben, die im Laufe des Lehrgangs erledigt werden mussten. Ein Träumchen.

Sowohl der Mittwoch als auch der Donnerstag gestalteten sich sehr interessant, da wir einen Vortrag über die Sportmedizin beiwohnen durften und das praktische Trimmen der Boote übten. Donnerstag hatte dann schon die erste Gruppe ihre Praxisprüfung die diese sehr Souverän absolvierte. Zwei Gruppen hatten sogar das Privileg, ihr Training praxisorientiert mit „echten“ Kindern vom Ratzeburger Ruderclub durchführen zu können und eine direkte Rückmeldung von ihnen zu erhalten. Die Trainingseinheiten wurden stets mit viel Spaß aufgenommen und brachten einige BFDler an ihre körperlichen Leistungsgrenzen. Auf die Frage, ob diese über das Erreichen ihrer neuen Leistungsgrenzen erfreut waren, gibt es nur eine eindeutige Antwort: Ein klares Jein!

Die folgenden drei Tage beschäftigten wir uns mit den Themen Stabilisationstraining, Kommunikation, Organisation von Wanderfahrten und Sicherheit auf dem Wasser. Hierzu hörten wir interessante Vorträge von Marc Swienty, Sebastian Schulz und Andreas. Des Weiteren fanden am Samstag und am Sonntag natürlich noch weiter Praxisstunden in der Halle statt.

Zu Beginn der zweiten Woche stand am Montag dann ein wohlverdienter freier Nachmittag an, den einige nutzten, um im Achter zu rudern oder die Zeit in Lübeck zu verbringen. Nach einer sehr erfolgreichen Einheit auf dem Wasser (es wurden bestimmt fünf Kilometer gerudert!) gab es für die wahren Ruderer noch ein Kaffeepäuschen und später Abendessen in der Ruderakademie. Diejenigen, die nach Lübeck gefahren waren, verbrachten ihre Zeit auf dem Weihnachtsmarkt, beim Shoppen und in Restaurants. Als später alle wieder da waren, wurde wie an fast jedem Abend gemeinschaftlich ein Film gesehen, der demokratisch ausgewählt wurde. Allabendlich wurden wir wieder von spannenden Spoilern und interessanten Kommentaren zum Film überrascht.

Am Dienstag kamen wir endlich zum Eingemachten. Reinhart Grahn vermittelte uns mithilfe von zuvor aufgenommenen Rudervideos, wie das Leitbild der Rudertechnik aussieht und wie dieses auf die Sportler übertragen werden kann. Außerdem berichtete er uns von seinen Erfahrungen in der Anfängerausbildung und verschiedenen Techniktrainingskonzepten.

Am Mittwoch lernten wir von Aric Brämswig physiotherapeutische Grundlagen und die richtige Haltung beim Langhanteltraining. Er vermittelte uns lehrreiche und teilweise auch frustrierende Erkenntnisse. Einige von uns erkannten, dass sie weder Rumpfstabilität haben, noch auch nur einen vernünftigen Liegestütz können. Außerdem zeigte er uns einen komplett neuen Blickwinkel auf Krafttraining im Kinderbereich.

Am Donnerstag präsentierten wir vor Marc Swienty und Andreas unsere Trainings- und Wanderfahrtspläne, die wir in zusammen gewürfelten Gruppen ausgearbeitet haben. Durch die unterschiedlichen Konzepte in unseren Vereinen und im Training hatten wir teilweise sehr unterschiedliche Vorstellungen. Jedoch fanden wir in kurzen Diskussionen Kompromisse, mit denen alle Beteiligten einverstanden waren. Auch durfte die letzte Gruppe ihren Praxisteil, wieder mit Kindern, vorstellen. Noch am selben Tag kam es für uns dann zum Höhepunkt unserer Trainer C-Ausbildung, der Verleihung der Oscars. Diese wurden in verschieden Kriterien unterteilt, wie beispielsweise „Der größte Schnacker“ oder auch für „Das sauberste Zimmer“. Nach der sehr gelungen und hoch offiziellen Vergabe der Oscars ging es auf eine etwas andere Art der Schnitzeljagd, um den letzen Abend gemeinsam ausklingen zu lasen. Am folgenden Morgen, mussten wir dann unsere Abschlussprüfung halten. Diese bestand daraus, in den vorher festgelegten Gruppen den anderen Teilnehmern einige der in den zwölf Tagen behandelten Themen noch einmal kurz zusammenzufassen und somit wieder näher zu bringen. Nach erfolgreicher Prüfung Aller erhielten wir unsere Trainer C-Lizenzen. Hierbei geht ein Großer Dank an Andreas König, der uns jederzeit tatkräftig, einfühlsam und mit sehr viel Elan zur Seite stand. Vielen Dank.

In diesen zwei Wochen haben wir erkannt, dass wir uns trotz großer Entfernungen auf unser Bufdi-Team verlassen können, obwohl wir keinen täglichen Kontakt haben.

Vielen Dank an unsere tolle Gruppe!

Die Statis Svenja, Jana, Merle, Simon und Ferdinand

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