Am 1. Februar 2019 tritt Jost Schömann-Finck die Nachfolge von Kay-Uwe Brodersen als Bootsmeister am Bundesstützpunkt Ratzeburg/Hamburg an. Brodersen hat sich nach drei Jahren in dieser Position nun für eine neue Herausforderung entschieden. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich für die tolle Zusammenarbeit bedanken und „Brody“ alles Gute für die Zukunft wünschen.

Jost Schömann-Finck

Schömann-Finck ist in der Ruderwelt kein Unbekannter – drei Weltmeistertitel im Leichtgewichtsrudern (LM4- und LM8+) sowie weitere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften haben ihn zu einem Gesicht des deutschen Rudersports gemacht. Schon früh entdeckte der heute 36-Jährige seine Liebe zum Rudern. „Ich bin im Bootshaus der Rudergesellschaft Zeltingen „aufgewachsen“ und habe von 1994 bis 1999 dort gerudert. Dann habe ich meine Ausbildung zum Bootsbauer gemacht und danach, im Jahr 2003, wieder mit dem Rudern begonnen“, erklärt der in Zell geborene Leichtgewichtsruderer, der sich zudem zusammen mit seinem Bruder Matthias und dem Internet-Blog „Schnell und leicht“ einen Namen gemacht hat. Im Januar 2016 hat er die Skulls und Riemen dann an den Nagel gehängt. Doch das Verlangen, ins Boot zu steigen, ist geblieben. „Ich hoffe, wenn ich in Ratzeburg anfange zu arbeiten, dass ich dann wieder mal ab und zu den inneren Schweinehund überwunden bekomme und rudere“, so Schömann-Finck, der zuletzt als Kinder- und Juniorentrainer beim Koblenzer Ruderclub Rhenania aktiv war.

Für die Ausbildung zum Bootsbauer hat er sich entschieden, weil „es mich interessiert hat zu wissen, wie die Boote gebaut werden, in denen ich rudere. Die Ausbildung habe ich dann allerdings in einer Segelbootswerft gemacht.“ Dort hat er gelernt, filigran zu arbeiten. „Als Bootsbauer muss man schon sehr genau sein.“

„Ich will etwas zurückgeben“
Für seinen neuen Job zieht Schömann-Finck zusammen mit seiner Frau in den Norden, eine Wohnung in Ratzeburg hat er bereits gefunden. Jetzt freut er sich auf die neue Herausforderung. Auf die Frage, was er von der neuen Aufgabe erwartet, antwortet der Hobbyimker, der sich neben dem Job gerne den Traum vom eigenen Bienenvolk erfüllen möchte, ganz sympathisch: „Eigentlich will ich eher etwas zurückgeben als etwas erwarten. Als Athlet habe ich viel von den Bootsmeistern Lingolf von Lingelsheim und Markus Schmitz profitiert. Jetzt möchte ich es den nächsten Rudergenerationen ermöglichen, möglichst sorgenfrei – zumindest was das Material angeht – den Rudersport auf höchstem Niveau auszuüben.“

Der Deutsche Ruderverband heißt Jost Schömann-Finck herzlich willkommen an Bord. „Wir freuen uns, mit ihm einen ehemaligen Leistungsruderer für die Position des Bootsmeisters in Ratzeburg gefunden zu haben. Aus seiner aktiven Zeit weiß er, die Probleme aus Athletensicht bestens einzuschätzen. Ergänzt mit seinem Wissen und den Erfahrungen als Bootsbauer ist er die optimale Besetzung für die Stelle. Wir wünschen ihm einen guten Start und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Sportdirektor Mario Woldt.

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