DRV-Ausbildung Trainer B Leistungssport in der Ruderakademie

Die Ausbildung fing ein wenig irritierend an. Es gab da etwas namens edubreakSportcampus, eine Lernplattform auf der sich lauter fremde Leute einloggten und Profile erstellten. Man konnte sich vor Lehrgangsbeginn schon die alle Personen ansehen, mit denen noch einige Zeit zu verbringen war. Interessant waren die Informationen, die die Teilnehmer von sich preisgaben. Vom Kindertrainer zum Leistungssporttrainer bis zu Kristof Wilke, der seinen Weg bis zu Olympia gegangen ist.

Der Lehrgang war gesäumt von unterschiedlichsten Charakteren, der Ruhige, der Geschwätzige oder die Spaßtruppe. Die erste Präsenzphase begann am 4. Oktober 2018 mit der Begrüßung durch Andreas, der dann ziemlich fix auch die Worte an den Kollegen Thorsten Kortmann übergab und das erste Thema Rudertechnik bearbeitet. Angefangen beim Leitbild der Rudertechnik des DRV, über sehr anregende Diskussionen bezüglich der Analyse durch Kleshnev, bis hin zur Auswertung einer MBM (Messbootmessung), wurde doch sehr viel und vor allem auch umfangreich, ein breites Themenspektrum abgearbeitet. Das zweite Themengebiet waren Trainings- und Übungsformen.

Im Anschluss ging es weiter mit Ernährung. Hier referierte der Uwe von Renteln und war am Ende seiner Einheit etwas irritiert, dass fast keine Fragen zum Thema aufkamen. Uns allen werden die 400 Gramm Brokkoli immer im Gedächtnis bleiben.

Danach folgte das Thema Sportpsychologie, welches durch Dr. Gaby Bußmann und Sophie Petzold referiert wurde. Ein doch sehr ernstes Thema auf das unglücklicherweise nicht nur im Sport, sondern auch in unsere Gesellschaft viel zu wenig eingegangen wird. Wir sind nicht nur Trainer. Wir sind für unsere Sportler auch ein Ohr zum Zuhören, eine Schulter zum Trösten oder einfach da sein, um Verständnis zu haben.

Das Wochenende fand seinen Abschluss durch das Thema Sportmedizin. Dieses wurde durch Dr. Michael Stüfe. Er lehrte uns, wie man unter anderem mit einfachen Tricks leichte Verletzungen behandelt und auf Gefahren durch falsches Training hinwies.

Alle Kursteilnehmer bekamen eine Hausaufgabe durch Andreas auf. Wir sollten ein Video erstellen, dass durch unsere angehenden Trainerkollegen kollegial beraten werden sollte. An dem Einen oder Anderen blieb kein gutes Haar mehr stehen. Andere wiederum wurden durch ihre Art gelobt und positiv bewertet.

Die zweite Präsenzphase begann am 15. November 2018 und wurde durch Martin Zawieja mit dem Thema Krafttraining eingeleitet. Was eine „coole Socke“ der Martin. Fitter als manch junger Hüpfer, brachte er uns nicht nur im Seminarraum, sondern auch in der Sporthalle zum Schwitzen. Durch den doch sehr praktisch angehauchten und sehr ambitionierten Martin verflogen die ersten beiden Kurstage wie im Fluge.

Am Samstag ging die „Quälerei“ doch gleich weiter. Hier lies Hauke Meyer-Koop sich mit dem Thema Rumpf-Stabilisationstraining und Kräftigung an den Trainern aus. Auch hier fanden die Trainer nicht nur den Weg in den Seminarraum. Auch die praktische Ausbildung in der Sporthalle wurde vollzogen. Hauke hat das echt klasse gemacht hat und hoffentlich den einen oder anderen Trainer motiviert hat.

Marc Swienty referierte über das Thema Boote trimmen und Entwicklungen im Bootshaus. Hierbei ging es um die Entwicklung von Skullarten bzw. deren Blattformen und das Einstellen von Backwings. Hierzu wurde ein Boot bereitgestellt und die Kursteilnehmer sollten dann z. B. die Dolle neu einstellen. Außerdem zeigte er wie man mit der „Wahrheit “ früher den Dollenstift nachjustieren konnte.

Nach einer kurzen Pause referierte Kristof Wilke über die Olympischen Spiele, aus Sicht eines Athleten. Es war ein sehr interessanter Einblick in die Spiele und auch eine Darstellungsweise, über die er so nachdachte, etwas die Olympischen Spiele als „Modernen Gladiatorenkampf“ zu bezeichnen. Er appelliert, an die Nachhaltigkeit der Sportler zu denken: Sport soll Spaß machen.

Einen Abschluss fand der Lehrgang durch die einzelnen Präsentationen kleiner Gruppen, die in 15 Minuten über Themen wie Sportmedizin, Trainingsplanung, Krafttraining, usw. referierten. Durch die dann feierliche Zeremonie wurden die Lizenzen durch Reinhart Grahn vom DRV-Präsidium übergeben und ein Ausblick Richtung A-Lizenz gegeben.

Vielen Dank an alle Referenten für die Zeit und die Mühen, die sie nicht gescheut haben um vor uns zu referieren. Ein großer Dank gilt auch Andreas König für die Moderation des gesamten Lehrgangs sowie allen Mitarbeitern der Ruderakademie. Vielen Dank für das gute Essen. Abschließend kann ich als Berichtverfasser nur sagen, dass es echt eine coole Truppe war. Ich hoffe das man den Kontakt zu dem Einen oder Anderen auch privat noch halten kann.

Dennis Bergmann, RG Germania Kiel

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