Dynamik von Jugendgruppen

Für den Start der viertägigen Juleica-Ausbildung Teil B am 31. Oktober hatten 17 Teilnehmer im Alter von 15 bis 19 Jahren (und einem „Oldtimer“ mit 38 Jahren) der Versuchung widerstanden, an Halloween-Partys teilzunehmen und sich in der Ruderakademie Ratzeburg eingefunden.

Der Lehrgang stand ganz unter dem Haupt-Thema „Verhalten von Jugendlichen“ bzw. „Dynamik von Jugendgruppen“. Nach einem ersten Kennenlernen und gemeinsamen Abendessen startete das Seminar mit einer großen Kennenlernrunde und der Shell-Studie: Wie ticken Jugendliche. Am folgenden Tag standen neben zahlreichen Teamübungen und der Ideenbörse für die Jugendarbeit („Was kann man denn mit Jugendlichen so alles unternehmen?“) auch ein Actionbound (Schnitzeljagd per Handy-App) auf dem Programm. Bei den teilweise sehr witzigen Aufgaben lernten wir nicht nur Ratzeburg ein wenig kennen – wir hatten auch alle viel Spaß und es fand sich so manche kreative Lösung (und einige Teilnehmer haben immer noch einen Biene-Maja-Ohrwurm). Das Zirkeltraining mit Stabi- und Kraftübungen unter der Anleitung von Judith Guhse war anstrengend, wurde aber mit einigen Runden Hütchen-Völkerball belohnt.

War der Freitag sportbetont, so war der Samstag „seminarraumbetont“ mit den Themen „Prävention sexualisierter Gewalt“, „Wanderfahrten und Freizeiten planen und durchführen“, Erkenntnissen über die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und einem interessanten Vortrag von Michael Schwarz zur Gruppendynamik „Die Gruppe – das unbekannte Wesen“. Zwischendurch gab es den „Kick“ im Foyer mit dem sogenannten „Karotten-Ziehen“, bei dem die menschlichen Karotten ihre Adhäsionskräfte ausprobieren konnten. Am Abend fand in der Sporthalle ein Spieleturnier statt, dass von einer Gruppe vorbereitet wurde. Da in unserem Team eine Person zu wenig war, sprang Andreas König kurzerhand als Mitspieler ein. Gemeinsam bestritten wir unter starkem Einsatz mehrere Runden Schlappen-Hockey und Hütchen-Volleyball. Erkenntnis 1: Gegen große Mitspieler und solche, die absolut jeden Ball fangen, kann man nicht viel ausrichten. Erkenntnis 2: Wir „Oldies“ sind vielleicht „Goldies“, aber eben keine Jugendlichen mehr. Aber, auch wenn wir verloren haben – wir haben ehrenvoll verloren! Der Abschluss des offiziellen Teils war die Abendglocke: ein Stimmungsbarometer, bei dem unter anderem klargestellt wurde, wer alles einen Biene-Maja-Ohrwurm vom Actionbound hatte und alle Teilnehmer dem Lehrgang und der Ruderakademie einen großen Spaß- und Wohlfühlfaktor attestierten.

Der Sonntag startete nach dem Frühstück in der Sporthalle mit Sportübungen und Koordinationsspielen unter der Leitung von Paula Scholz, die uns anschließend noch im Seminarraum die DRJ vorstellte. Nach der Feedback- und Abschlussrunde und dem letzten gemeinsamen Mittagessen nahte der Abschied. Trotz der Deutschen Bahn sind aber alle Teilnehmer irgendwann zuhause angekommen.

Es war ein toller Lehrgang mit toller Betreuung, leckerem Essen, sehr komfortabler Unterbringung und eine richtig nette Gruppe!

Wiebke Dempwolff, Ruderclub Ernestinum-Hölty Celle

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